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Auf
die ganz sanfte Tour
Hypnose hilft Angst-Patienten
Der
Schmerz ist stark, aber die Furcht vor dem Mann mit dem Bohrer übertrifft
das Reißen im Kiefer.
Der Zahnarzt-Termin - ein Horrortrip.
Die Angst ist unnötig, meinen immer mehr Dentisten.
Sie helfen mit Hypnose.
Zwei
Hände ruhen sanft auf den Schultern. Die des Zahnarztes auf der rechten,
die der Helferin auf der linken Seite. Mit leiser, monotoner Stimme reden
beide auf die Patientin ein. Die scheint ins Reich der Träume abgetaucht
zu sein und öffnet den Kiefer wie in Trance - die Behandlung beginnt.
In
der Tönisheider Praxis von Stefan Atzwanger ist die sanfte Tour im
Behandlungsstuhl alltägliches Geschäft. Wie 500 Kollegen, die
sich ebenfalls der "Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche
Hypnose" (DGZH) angeschlossen haben, versucht Atzwanger das Image
des studierten Handwerkers abzustreifen, der ungerührt mit Bohrer
und Zange hantiert.
Einfühlung statt Überlegenheit, Phantasie statt kühler
Routiniertheit - der Einsatz von Hypnose verlangt von Schulmedizinern
vieles ab, was Studium und Ausbildung selten vermitteln dürften.
Methoden, die sich im Sinne des Patienten aber lohnten, betont Atzwanger:
"Viele Patienten stehen kurz vorm Kollabieren, wenn sie nur die Praxis
riechen."
Mit Hypnose-Hokus-Pokus und Show habe die neue Behandlungsmethode allerdings
nichts zu tun, so der Mediziner.
Auf
Umwegen zum Behandlungsstuhl
Oft genüge schon, dass der Patient auf dem Behandlungsstuhl bewusst
atme und sich mit Hilfe des Arztes positive Erlebnisse und Gefühle
in Erinnerung rufe. Nur eine Minderheit beinharter Rationalisten sperre
sich gegen hypnotische Elemente wie Musik und Suggestion. Ganz auf Betäubungs-Spritzen
verzichten aber auch DGZH-Ärzte nicht.
Wer unter schlimmen Phobien leide und in Panik aus der Praxis flüchte,
der brauche mitunter weitergehende Hilfe. Atzwanger: " Wir arbeiten
mit Psycho-Therapeuten zusammen." In der Praxis werde dann Schritt
für Schritt die Annäherung an den Behahdlungsstuhl "geübt".
Da diese Methoden nicht über die Kassen abgerechnet werden können,
zahlt der Patient. 150 bis 500 Mark pro Sitzung berechnen Ärzte der
DGZH. - "lch habe einen Patienten, das war ein echter Phobiker, und
heute lässt er alles ohne Spritze machen", versichert Atzwanger.
Auch bei Kindern empfehle sich eine Art "Hypnose". Jenny (4)
ruinierte sich als Baby durch Dauer-Nuckeln am Zuckertee alle Vorderzähne.
Angst vorm Zahnarzt hatte Jenny zwar nie, "aber kleine Kinder halten
nicht auf Anweisung zehn Minuten den Mund auf ", so der Arzt. Durch
Geschichten-Erzählen und Belohnung (z. B. Luftballon-Aufblasen mit
dem "Puster") wird der Zahnarztbesuch zu einer Art Spiel. Jennys
Zähne sind inzwischen restauriert - und darauf ist die Vierjährige
stolz.
Bericht
der WAZ, W107/03 vom Freitag, den 22. September 2000
Hier
an dieser Stelle bieten wir unseren Patienten eine Hypnosebroschüre
zum download an:
Mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Link klicken und
"Ziel bzw. Verknüpfung speichern unter" speichern Sie die
entsprechende Datei auf Ihren Computer.
WinWord 2000 (59
KB)
RTF-Format
(62 KB)
PDF-Format
(27 KB)
Zahnfrühling
in Düsseldorfer Praxen
Einmarsch in die Praxis
Fast hundert Schulklassen mit 2500 Kindern besuchten im Mai......
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Bohrer-Image
ade:
Stefan Atzwanger (re.) und sein Düsseldorfer Kollege
Dr. Dirk Reißmann ersparen Angst-Patienten wie Silke Leven mit
Hypnose Panik-Attacken.
waz-Bild: Uwe Vogler |